20. März 2012
Anfang des Kalenderjahres 2009 gründeten zwei Handelsvertreter eine GbR.
Beide waren somit keine klassischen Existenzgründer, da sie bereits selbstständig waren. Daher kam auch eine Finanzierung über Existenzgründungsmittel aus dem Bereich der Fördermittel nicht infrage. Gerade solch eine Finanzierung hätte damals jedoch den wesentlichen Vorteil möglicher Haftungsfreistellungen der Fördermitteldarlehen gehabt.
Beide Gesellschafter mussten jedoch in Modekollektionen finanzieren. Das haben sie aus eigenen Mitteln gemacht. Da diese nicht in ausreichender Form vorhanden waren, konnte das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren nur langsam wachsen.
Die Unternehmer stellten der Fördermittel Plus GmbH die Anfrage, neue Kollektionen von Herstellern zu finanzieren. Benötigt wurden ca. acht Kollektionen im Wert von jeweils ca. 20.000 €.
Diese Kollektionen sollten dann auf Modemessen im Herbst 2011 vorgestellt werden. Eine Absicherung der Kredite über persönliche Sicherheiten war nicht möglich.
Die Fördermittel Plus GmbH hat die Situation mit beiden Gesellschaftern analysiert und diskutiert.
Aufgrund belegbarer positiver Markteinschätzungen durch die Präsentation der neuen Kollektionen empfahl die Fördermittel Plus GmbH den Gesellschaftern das Fördermittel „Unternehmerkredit, Betriebsmittelvariante, mit einer zweijährigen Laufzeit. Die Besonderheiten dieser Variante ist die zweijährige Laufzeit als endgültiges Darlehen, das bedeutet für zwei Jahre Zinsen auf den Darlehensbetrag monatlich zahlen und die Darlehenssumme nach zwei Jahren komplett zurückzahlen.
Aufgrund der guten Markteinschätzung und schnell erzielbaren Umsätzen, war genau dieses Fördermittel die richtige Variante. Aufgrund der wirtschaftlichen Eckdaten haben wir der beantragen Hausbank einen Zinssatz von nominal 3,60 % (eff. 3,65 %) vorgeschlagen.
Bei der Erstellung des Businessplanes wurde dann ganz besonders auf die belegbare Umsatzentwicklung und damit verbunden auf gute Ertragsentwicklungen hingewiesen.
Bei der Präsentation bei der Hausbank zeigte sich eine zunächst positive Einschätzung. Neben der guten Beurteilung des Unternehmenskonzeptes wird sicherlich auch die 50 prozentige Haftungsfreistellung dieses Fördermittel zu einer Bewilligung des Fördermittelkredites führen.
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12. August 2011
Ein Unternehmen im Dienstleistungsbereich in Westdeutschland hat vor circa 10 Jahren gegründet. Geschäftsfelder sind unter anderem Logistik und Spedition.
Die ersten fünf Jahre nach der Gründung waren für das Unternehmen äußerst erfolgreich. Der Unternehmer hatte sich auf wenige, aber profitable Auftraggeber, konzentriert.
Aufgrund der sehr guten Gewinnsituation und des damit verbundenen vorzüglichen Cash-flows war der Unternehmer sogar in der Lage, ohne einen Kontokorrentkredit bei der Hausbank, auszukommen.
Im Zuge der Wirtschaftskrise verschlechterte sich die Gewinnsituation im Unternehmen.
Besonders erschwerend kam jedoch hinzu, dass bei einem Hauptauftraggeber sich die Personalsituation insofern änderte, als das der Leiter des Einkaufs wechselte. Das hatte die dramatische Folge, dass dieser neue Mitarbeiter ganz andere Ausschreibungen für das von uns zu beratende Unternehmen tätigte. Die Aufträge waren jetzt so kalkuliert, dass jeder Auftrag mit Verlust abgewickelt wurde.
Nach nach wenigen Monaten hat der Unternehmer reagiert und dem Auftraggeber gekündigt.
Folge war jedoch, dass sich nun wegen der angelaufenen Verluste die Liquidität extrem negativ veränderte. Selbst ein gewährter Kontokorrentkredit der Hausbank war nicht mehr ausreichend.
Unser Fördermittelexperte hat zum einen mit dem Unternehmer Schwachstellen in der Kalkulation gefunden und daraus einen entsprechenden Maßnahmenkatalog entwickelt. All das wurde in einem Businessplan zusammenfasst. Das Herzstück dieses Businessplanes war die Besorgung von Liquidität für das Unternehmen. Es wurde ein Fördermittelkredit von 80.000 € ausgewählt. Diese hat eine Laufzeit von fünf Jahren und das erste Jahr ist tilgungsfrei gestellt.
Entscheidend für die Bewilligung der Hausbank war der zusätzliche Fördermittelbaustein “Bürgschaft”.
Dies gab den entscheidenden Impuls für die Hausbank, den Fördermittelkredit zu beantragen.
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30. März 2011
Ein Unternehmen im Maschinenbau beschäftigt insgesamt circa 50 Mitarbeiter. Das Geschäftsfeld ist die Herstellung von Sondermaschinen und Anlagen im allgemeinen Maschinen-und Stahlbau.
Das Unternehmen ist seit circa 40 Jahren auf dem deutschen Markt vertreten. Es wird nicht nur die Entwicklung und Fertigung komplexer Einzelteile, sondern auch der Zusammenbau einzelner Baugruppen bis hin zur Montage vollständiger Maschinen inklusive Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort angeboten.
Die Umsatzerlöse der letzten drei Geschäftsjahre bewegen sich immer um circa 3.000.000 €. Die Betriebsergebnisse passen sich entsprechend an. Bilanzkennzahlen liegen über dem Branchendurchschnitt.
Es wird nun geplant, das bestehende Betriebsgebäude durch einen Hallenneubau zu erweitern. Die Investitionskosten hierfür liegen bei circa 600.000 €.
Um diesen Hallenneubau zu realisieren, soll eine Fremdfinanzierung unter Ausnutzung optimaler Fördermittel beantragt werden. Die Laufzeit wird 20 Jahre betragen.
Unser Fördermittelexperte hat eine optimale Finanzierung recherchiert. Obwohl der Standort des Unternehmens normalerweise aufgrund der von der EU als strukturschwach klassifizierten Gebiete keinen Zuschuss auf die Investitionen ermöglicht, erhält der Unternehmen aus einem regionalen Topf einen Zuschuss in Höhe von 60.000 €. Recherchiert wurde diese Möglichkeit durch die tagesaktuelle Fördermitteldatenbank der Fördermittel Plus GmbH.
Für die Fördermitteldarlehen beträgt der Zinssatz nominal 3,2 %, Laufzeit 20 Jahre, 10 Jahre Zinsfestschreibung.
Sollte es die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu lassen, bietet dieser Fördermittelkredit trotz der Zinsfestschreibung die jederzeitige Möglichkeit der Sondertilgung. Dieses war dem Unternehmer sehr wichtig.
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24. Februar 2011
Förderung von Investitionen in Bauvorhaben unter Einbezug nicht rückzahlbare Zuschüsse
In Dezember 2010 hat unser Fördermittelberater ein Vorhaben eines unserer Mandanten abgeschlossen.
Der Mandant betreibt ein Gewerbe im produzierenden Bereich in Deutschland. Geplant war der Neubau einer Tiefkühlhalle. Das Investitionsvorhaben hatte einen Umfang von 600.000 €. Eigenkapital konnte beziehungsweise wollte unser Mandant nicht einsetzen. Uns war die Aufgabe gestellt, eine optimale Finanzierung unter Einbezug öffentlicher Fördergelder zu gestalten.
Es ist gelungen, dem Mandanten einen Zuschuss in Höhe von 140.000 € zu versorgen. Selbst verständlich war die Freude über das geschenkte Geld riesengross. Voraussetzung für den Zuschuss war, dass der Standort sich in einem von der EU als strukturschwach eingestuften Gebiet bestand.
Ein kleiner Teil der verbleibenden Finanzierung wurde über ein Hausbankdarlehen realisiert und der weitaus größere Teil über den Unternehmerkredit, Investitionen. Aufgrund des fehlenden Eigenkapitals musste zusätzlich zur Absicherung des Kredites eine Bürgschaft besorgt werden. Diese Bürgschaft hat den Kredit ein klein wenig verteuert, aber war auch eine grundlegende Voraussetzung zur Finanzierung, da unser Mandant, wie bereits oben angesprochen, kein Eigenkapital eingesetzt hat.
Nachfolgend haben wir nun den Antrag beziehungsweise die Zusage der nicht rückzahlbaren Gelder beigefügt. Investitionsbank174
Tags: Zuschüsse
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17. Dezember 2010
Ein Unternehmer aus dem Rheinland hat vor circa 2,5 Jahren ein Unternehmen in der Metallverarbeitung gegründet. Damals wurde das Fördermittel „Startgeld“ in Höhe von 50.000 € beantragt. Eine höhere Finanzierungssumme zu beantragen, war nicht möglich, da die Sicherheiten nicht ausreichend waren. Das Kreditinstitut stimmte einer Existenzgründung auch nur zu, weil das Startgeld eine 80 prozentige Haftungsfreistellung bietet.
Die Hausbank des Unternehmens gewährt dem Unternehmer zurzeit einen Kontokorrentkredit in Höhe von 45.000 €. Mittlerweile beträgt der Jahresumsatz circa 950.000 €. Ein weiteres Wachstum ist nicht möglich, da die Aufträge nicht vorfinanziert werden können und das Unternehmen schon jetzt in Liquiditätsengpässen ist.
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und der Ertragslage war es möglich ein Unternehmenskonzept mit einer solideren Fortführungs prognose zu entwickeln.
Ausgewählt wurde dazu der Mittelstandskredit der NRW Bank. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr. Der Kredit hat eine Auszahlung von 96 %, ein nominalen Zinssatz von 3,65 % und effektiv 5,15 %. Wegen der Auszahlung in Höhe von 96 % ist es dem Unternehmer möglich, Sondertilgungen zu leisten. Die Kredit höhe beträgt 60.000 €.
Als Sicherheiten genügten diesmal die Abtretung des Warenlagers und der Forderungen.
Tags: Existenzgründung, Kontokorrentkredit, Liquidität, Startgeld
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29. November 2010
Unser Klient ist in der Kleinserienfertigung der Polstermöbelherstellung tätig.
Der Unternehmer hat Anfang des Geschäftsjahres 2009 eine Existenzgründung durchgeführt, indem er ein bestehendes Unternehmen gekauft hat. Die Geschäftsräume sind zurzeit gepachtet und neben dem Inhaber sind zwei Facharbeiter und zwei teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter beschäftigt.
Sitz des Unternehmens ist in Nordrhein-Westfalen. Die Kunden, meistens Möbelhändler, verteilen sich deutschlandweit.
Seit seiner Gründung verzeichnet der Unternehmer ein starkes Umsatzwachstum. Daher muss der Fuhrpark erweitert werden, da die Möbel selbst ausgeliefert werden. Das bedeutet ein Investitionsvorhaben von ca. 30.000 €.
Durch diese Investition kommt es zu einer Optimierung der betrieblichen Transportaufwendungen, da dann mit einer Fahrt mehrere Kunden gleichzeitig angefahren werden können. Dies war bisher nicht möglich, da die vorhandenen Transportkapazitäten ungenügend waren.
Zusätzlich musste der starke Auftragszuwachs durch ein Betriebsmitteldarlehen finanziert werden.
Die Finanzierung erfolgte über öffentliche Fördergelder. Unser Fördermittelexperte wählte den KfW- Unternehmerkredit aus. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr.
Es erschien möglich, eine Finanzierung mit einem Nominalzinssatz von 3,85 % zu realisieren.
Selbstverständlich hat unser Experte die optimale Finanzierung über Fördermittel in das von ihm erstellte Unternehmenskonzept eingearbeitet und es gemeinsam mit dem Klienten seiner Hausbank vorgestellt.
Tags: Existenzgründung, Nachfolge, Wachstumsfinanzierung
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28. Oktober 2010
Ein Unternehmen aus Norddeutschland ist in der Branche, Herstellung und Vertrieb von Anlagen und sonstigen Leistungen, seit vielen Jahren selbstständig. Die Kunden kommen ausschließlich aus dem gewerblichen Bereich. Die Unternehmung wird in der Rechtsform der Einzelunternehmung geführt und beschäftigt 14,5 Mitarbeiter.
Das Einzugsgebiet ist deutschlandweit.
Das Unternehmen erhält Aufträge von den Kunden sehr kurzfristig und im Jahresverlauf gibt es starke saisonale Schwankungen.
Unser Klient stellte uns folgende Aufgaben:
die Hausbank stellt eine bestimmte Kontokorrentlinie zur Verfügung, die jedoch häufig nicht ausreicht und auch saisonale Schwankungen nicht ausgleichen kann. Daher benötigt der Kunde eine Fremdfinanzierung in Höhe von 45.000 €.
Wie haben Möglichkeiten recherchiert und unserem Klienten den KfW Unternehmerkredit, Betriebsmittelvariante, empfohlen. Die Laufzeit des Kredites beträgt fünf Jahre, das erste Jahr ist tilgungsfrei unser Kunde kann, falls er möchte, jederzeit Sondertilgungen vornehmen, da dieses Fördermittel eine 96-prozentige Auszahlung hat.
Der Nominalzinssatz wurde noch nicht genau festgelegt, er wird sich zwischen 3,8 und 4,3 % bewegen.
Unser Klient kann nun noch mehr Aufträge annehmen, da er zum einen nicht ständig an der Liquiditätsgrenze seines Kontokorrentkredites balanciert und zum anderen nicht ständig die Gefahr der Überziehung und damit eines ungedeckten Kontos vor Augen hat.
Wie Unternehmensführung bewegt sich somit wieder in einem ruhigen Fahrwasser.
Tags: Auftragsvorfinanzierung, Fördermittel, Kontokorrentlinie, Wachstum
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08. Oktober 2010
Ein Speditions- und Logistikunternehmen aus Niedersachsen wollte trotz allgemein rückläufiger Aufträge und Preisentwicklung investieren. Aufgrund einer konstanten Entwicklung und langfristiger Verträge mit namhaften Kunden war es dem Unternehmen möglich, atypisch zu expandieren. Die vorhandenen Kapazitäten waren nicht mehr ausreichend, so dass man sich aufgrund der eingeplanten Ausbaureserven zu einer Erweiterung des Lagers entschloss…
Aufgabe des Beraters war es, eine Finanzierung mit Hilfe öffentlicher Fördermittel zu realisieren, da die zusätzlichen Vorteile dieser Finanzierungsformen – neben den bekannten Zinsverbilligungen – nötig waren. Neben einer 20 jährigen Laufzeit sind bis zu drei tilgungsfreie Anlaufjahre, optional eine genau so lange Zinsbindung und kostenfreie Sondertilgungsmöglichkeiten umsetzbar.
Auch eine Kombination mit einer Bürgschaft des Landes Niedersachsen war in diesem Fall notwendig, da aufgrund der Sicherheitsabschläge in der Bewertung der Immobilie eine Sicherheitenlücke entstanden wäre, die die gesamte Umsetzung unmöglich gemacht hätte.
Der Berater musste nun eine Finanzierung für die Erweiterung in Höhe von 500.000 € planen sowie einen zusätzlichen Betriebsmittelkredit in Höhe von 150.000 € realisieren, um die Anlaufkosten zu decken und die dauerhaft in Anspruch genommene Kontokorrentlinie zu entlasten.
Nach erfolgter Recherche wurde schnell deutlich, dass aufgrund der Lage in einem so genannten „GA-Fördergebiet“ ein nicht rückzahlbarer Zuschuss für die geplante Erweitungsinvestition möglich ist. Da das Unternehmen seinen Hauptumsatz (mehr als 50%) im Bereich der Logistik tätigt, war eine Zuschussbeantragung möglich. Nach Absprache des Beraters mit der lokalen Wirtschaftsförderung wurde ein Antrag über 15% der geplanten Baukosten beantragt und nach der üblichen Bearbeitungszeit auch bewilligt.
Dadurch ergab sich für das Unternehmen ein zusätzlicher Vorteil, da der Zuschuss direkt als Sondertilgung (die in dem beantragten Förderprogramm kostenlos ist) eingesetzt werden konnte und so der Gesamtkapitaldienst deutlich reduziert werden konnte.
Gemeinsam mit der Hausbank und dem zuständigen Fördermittelgeber (in unserem Fall der NBank) wurde die angestrebte Finanzierung mit Hilfe des vom Berater erstellten Businessplans umgesetzt. Auch die Beantragung einer Bürgschaft bei der angeschlossenen „Niedersächsischen Bürgschaftsbank“ durch die Hausbank lief im vorliegenden Fall reibungslos und durch die Transparenz zwischen Hausbank, NBank, Bürgschaftsbank und Wirtschaftsförderung äußerst flexibel und unbürokratisch.
Dem Unternehmen wurde so die Möglichkeit gegeben, das angestrebte Wachstum und die optimierten Abläufe in der Erweiterung des Lagers umzusetzen.
Der Kunde verfügt heute über optimale Lagermöglichkeiten und seine kurzfristigen Zinsaufwendungen haben sich aufgrund der zusätzlichen Betriebsmittelfinanzierung deutlich reduziert.
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03. August 2010
Heizung- und Sanitärunternehmen aus Niedersachsen -
Umschuldung und Kontokorrent
Ein Unternehmen mit Schwerpunkt Heizung- und Sanitärtechnik hatte aufgrund leicht rückläufiger Aufträge und gestiegener Kosten Probleme, die mit der Bank vereinbarte Kontokorrentlinie einzuhalten. Es kam zu einer so genannten „Sockelinanspruchnahme“, das heißt, der Kunde war nicht mehr in der Lage, die Kontokorrentlinie auf „Null“ bzw. ins Guthaben zu führen…
Aufgabe des Beraters war es, eine Umschuldung der Kontokorrentlinie in Höhe von 50.000 € zu prüfen. Dabei fiel das Hauptaugenmerk auf den Zinssatz. Während die Kontokorrentlinie aufgrund des gestiegenen „Risikos“ – laut Aussage der Bank – mit 14% p. a. verzinst wird, wurde eine Umfinanzierung mit festen Zins- und Tilgungsleistungen und einem Zinssatz von 5,9% angestrebt. Um dem Unternehmen nicht nur einen Zinsvorteil zu verschaffen, sondern auch frische Liquidität zuzuführen, wurde im vom Berater erstellten Businessplan und später in den begleiteten Bankgesprächen auf die weitere Notwendigkeit einer Kontokorrentlinie hingewiesen.
So konnte der Kunde gemeinsam mit der Hausbank und dem Berater eine Umschuldung der Kontokorrentlinie in Höhe von 50.000 € realisieren und zusätzliche Liquidität in Form einer frischen Linie in Höhe von 25.000 € realisieren. Da er durch die Umschuldung ein kleines Guthaben zur Vorfinanzierung der nächsten anstehenden Aufträge generieren konnte, setzt er aktuell die Kontokorrentlinie wie geplant nur zur Abdeckung der Spitzen, z. B. am Monatsende, ein.
Kunde und Bank mit den Erläuterungen zur Lösungsfindung und dem einvernehmlich getroffenen Ergebnis äußerst zufrieden.
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14. Juli 2010
EIN FALL AUS DER PRAXIS
Mittelständisches Industrieunternehmen aus Bayern
Forschung und Entwicklung – FuE
Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich Sondermaschinenbau hat auf die Wirtschaftskrise im letzten Jahr auf eigene Weise reagiert. Bereits seit längerem gab es Überlegungen, ein Produkt, dass auf dem bisherigen Stand der Technik lag, in eine neue Form hinsichtlich Energieeffizienz und Produktionsleistung zu bringen…
Aufgabe des Beraters war es in diesem Fall, keine fachliche Analyse des zu entwickelnden Prototypen durchzuführen, sondern dem Unternehmen zu helfen, an „verlorene Zuschüsse“, das heißt „geschenkte Gelder“ zu gelangen.
Aufgrund der von der Fördermittel Plus betriebenen Datenbank war es dem Berater möglich, exakte Förderprogramme mit dem Vermerk „Zuschuss“ zu recherchieren. Auf dieser Basis wurde aufgrund der Erfahrung des Beraters und in Abstimmung mit der internen Umsetzungsfähigkeit im Unternehmen eine fundierte Entscheidung getroffen.
Man entschied sich für das Programm „ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ des BMWI. Gemeinsam wurde der Antrag vorbereitet und vom Berater der Fördermittel Plus in die geforderte Form transportiert. In dem vorliegenden Fall war es möglich dem Unternehmen einen Zuschuss von 40% (140.000 €!!) des gesamten Kostenrahmens, der bei dem gewählten Programm bei maximal 350.000 € liegt zu ermöglichen. Auch wurde dem nicht bezuschussten Teil Rechnung getragen, da dieser Anteil nicht aus Eigenmitteln bestritten werden konnte. Hier wurde eine alternative Finanzierungsform der KfW-Mittelstandsbank recherchiert und gemeinsam mit der Hausbank umgesetzt. Diese Finanzierung deckt nicht nur den Prototypenbau ab sondern ermöglichte es dem Unternehmen darüber hinaus noch, die Markteinführung mit zusätzlichen Mitteln zu unterstützen.
Ca. sechs Wochen nach Abgabe der Antragsunterlagen erhielt das Unternehmen den Zuwendungsbescheid und begann mit der Entwicklung. Auch während der Entwicklung des Prototypen wurde das Unternehmen vom Berater bei den notwendigen Zahlungsanforderungen unterstützt, da das ausgewählte Programm eine Bezuschussung auch während der Projektlaufzeit vorsieht.
Das Unternehmen hat mittlerweile seinen Prototypen fertig entwickelt und rechnet in den nächsten Wochen mit angekündigten Bestellungen von interessierten Kunden, die auf die nun vorliegende Form dieser Entwicklung bereits seit längerer Zeit gewartet haben. Für das Unternehmen besteht nun die realistische Möglichkeit aus dem Auftragsrückgang und dem allgemein vorherrschenden Pessimismus einen entscheidenden Schritt in Richtung erfolgreicher Zukunft gemacht zu haben.
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